„Wir möchten junge und talentierte Medizinerinnen und Mediziner für die Region gewinnen und ihnen Perspektiven aufzeigen. Denn der Kreis Herford hat Einiges zu bieten“, betont Markus Altenhöner, Vorstandsvorsitzender der Stiftung „Zukunft im Wittekindskreis“.
Er tauschte sich gemeinsam mit Dr. Charlotte Sahin vom Förderverein MED OWL und weiteren Förderern mit Stipendiatinnen und Stipendiaten aus, die als Studierende der medizinischen Fakultät in Bielefeld von der Stiftung und MED OWL in einem gemeinsamen Stipendiaten-Paket über jeweils ein Jahr finanziell und ideell gefördert werden.
Das Austauschtreffen fand bei den Kreiskliniken Herford-Bünde am Standort Herford statt. Dr. med. Andreas Schroeder (medizinischer Vorstand der Kreiskliniken Herford-Bünde) begrüßte die Medizinstudierenden und referierte über die Strukturen und das Angebot der Kreiskliniken. Dr. Charlotte Şahin von MED OWL – einem Verein zur Förderung der medizinischen Ausbildung und Versorgung in Ostwestfalen-Lippe - betonte die Bedeutung der medizinischen Ausbildung in OWL für die Region.
Insgesamt waren acht Medizinstudierende auf Einladung der Stiftung und MED OWL im Klinikum Herford zu Gast – fünf von ihnen werden von der Stiftung „Zukunft im Wittekindskreis“ unterstützt, drei Stipendien finanziert MED OWL. Über MED OWL und in Kooperation mit der Stiftung Studienfonds OWL werden die Fördermittel entsprechend übermittelt, die dann im Rahmen des Deutschlandstipendiums von 1.800 Euro auf 3.600 Euro pro Studierenden verdoppelt werden. Die Förderer haben so gemeinsam bereits 35 Medizinstudierende von der Medizinischen Fakultät OWL der Universität Bielefeld unterstützt. Und das zahlt sich im wahrsten Sinne des Wortes aus: „Die Stipendiatinnen und Stipendiaten sind unheimlich dankbar für die Unterstützung. Das bekommen wir in den persönlichen Gesprächen stets widergespiegelt“, freut sich Markus Altenhöner. Und das aus gutem Grund: Denn neben der finanziellen Förderung erhalten die geförderten Medizinstudierenden umfangreiche ideelle Unterstützung, sowohl durch die Stiftung Studienfonds OWL als auch durch die Stiftung „Zukunft im Wittekindskreis“ und MED OWL. Dazu gehören Workshops, Unternehmensbesichtigungen, Kaminabende, kulturelle Events und vieles mehr.
„Nutzt die Chance, euch auszutauschen und Kontakte in der Region zu knüpfen“, so Dr. Charlotte Sahin in Richtung der Studierenden.
„Sei es in der Niederlassung oder in den Kliniken: Wir benötigen junge Ärztinnen und Ärzte. Aus unserer Sicht ist es daher sehr sinnvoll, Talente bereits im Studium auf den Kreis Herford und die vielen Möglichkeiten, die es bei uns gibt, aufmerksam zu machen“, erläutert Markus Altenhöner.
Er bekam Unterstützung von Dr. Isabell Schultheis (Amtsleitung Gesundheit Kreis Herford) und Marius Tönsmann (Gesundheitsplanung Kreis Herford). Sie zeigten den Studierenden die Vielfältigkeit des öffentlichen Gesundheitsdienstes auf und verwiesen zugleich auf die Fördermöglichkeiten, die der Kreis Herford seinerseits für Medizinstudierende parat hält.
Beim Austauschtreffen im Klinikum erzählten die Studierenden frei heraus über das bisherige Studium und ihre Zukunftspläne: Orthopädie, Gynäkologie oder auch Augenheilkunde – die Zielrichtungen der Medizintalente sind vielfältig. Genauso wie für Unterstützungsmöglichkeiten durch den Kreis Herford und MED OWL. Markus Altenhöner und Dr. Charlotte Sahin sicherten den Studierenden weiterhin Unterstützung zu. Die Tür zum Kreis und ganz OWL seien immer offen.
Als Highlight des Treffens gab es eine Führung durch die Operations-Räume des Klinikums. Prof. Dr. med. Andreas Krieg, Direktor der Universitätsklinik für Chirurgie, stellte den Studierenden das „da Vinci Xi-Operationssystem“ vor, das für die modernste medizinische und technische Entwicklung in der minimalinvasiven OP-Technik steht.
Hintergrund
Die Stiftung „Zukunft im Wittekindskreis“
Die Stiftung im Jahr 2007 vom Kreis Herford gegründet und unterstützt die Standortentwicklung des Kreises Herford durch die Förderung vielfältiger und nachhaltiger Strukturmaßnahmen und Projekte.
Sie ist in verschiedenen Bereichen aktiv – so etwa in der Bildung, Wissenschaft und Forschung, der Kultur und Heimatpflege, dem Natur- und Umweltschutz, dem Feuer- und Katastrophenschutz, dem Ehrenamt sowie dem Gemeinwesen rund um das Wohlfahrtswesen, öffentliches Gesundheitswesen und Sport.
Das aktuell größte Projekt ist der Bau eines stationären Hospizes „Unter den Linden“ in Herford, das voraussichtlich im Herbst bezugsbereit sein soll.
Die Stiftung ist offiziell vom Deutschen Spendenrat e.V. (DSR) zertifiziert.
Die Stiftung Studienfonds OWL
Die Stiftung wurde 2006 von den fünf ostwestfälisch-lippischen Hochschulen gegründet mit dem Ziel, Studierende in der Region per Stipendium zu fördern. Aus dieser Idee ist das seit 2011 in ganz Deutschland vergebene „Deutschlandstipendium“ entstanden, das der Studienfonds OWL dank der Spenden von Förderern wie der Stiftung „Zukunft im Wittekindskreis“ jährlich an über 500 Studierende vergeben kann.
MED OWL
Der gemeinnützige Förderverein MED OWL unterstützt die medizinische Versorgung und Ausbildung in Ostwestfalen-Lippe. Ziel ist es, junge Leute als zukünftige Medizinerinnen und Mediziner für die Region OWL zu begeistern und ihre Ausbildung zu unterstützen. Der Verein arbeitet eng zusammen mit der Medizinischen Fakultät OWL und dem ZIG OWL, das auch die Geschäftsführung wahrnimmt.

