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Ausgezeichnete Medizinstudierende und Förderer des MED OWL besuchen Gesundheitsregion Lippe

Im Gesundheitszentrum Oerlinghausen haben sich neun,  mit einem Stipendium ausgezeichnete Medizinstudierende der Medizinischen Fakultät OWL, Universität Bielefeld, mit ihren Förderern zum persönlichen Kennenlernen und Austausch getroffen. 
Der Verein zur Förderung der medizinischen Ausbildung und Versorgung OWL – kurz: MED OWL – hat gemeinsam mit dem Kreis Lippe, der Stiftung Zukunft im Wittekindskreis Herford und der ASB DRK JUH Rettungsdienst Bielefeld gGmbH ein Stipendienpaket auf den Weg gebracht, mit dem insgesamt elf Studierende der Medizinischen Fakultät OWL der Universität Bielefeld gefördert werden. Die Förderer des MED OWL Stipendienpakets und die Medizinstudierenden konnten sich persönlich austauschen und das Gesundheitszentrum Oerlinghausen kennenlernen. 

„Ich freue mich, dass die Stipendiatinnen und Stipendiaten ihren Werdegang in einer unserer Einrichtungen beginnen und wünsche Ihnen viel Erfolg für ihr Studium. Unser Ziel ist es, dass die Medizinstudierenden erfahren, dass Lippe und Ostwestfalen tolle Regionen zum Leben und Arbeiten sind. Dann bleiben viele hier und sichern die medizinische Versorgung in OWL“, sagt Landrat Dr. Axel Lehmann. Das besondere des Ortes skizziert Sabine Beine, Verwaltungsvorstand des Kreises Lippe: „Das kürzlich eröffnete Gesundheitszentrum für Patient:innen und Bürger:innen dient als Kompass im Gesundheitssystem und in der Versorgung. Es zeigt, dass sich medizinische, pflegerische und therapeutische Versorgung zusammenbringen lassen.“ Dr. Kerstin Ahaus, Leiterin des Gesundheitsamtes des Kreises Lippe, verdeutlichte warum das Gesundheitszentrum gerade für die jungen Mediziner:innen von morgen spannend ist: „Das Gesundheitszentrum unterstützt die Arbeit der niedergelassenen Ärzt:innen durch die Information, ergänzende Beratung und Begegnung, es kann Hausärzt:innen aber nicht ersetzen.“ Das Modell trägt zur Versorgungssicherung und -qualität im Kreis Lippe bei.  

„Für das Medizinstudium habe ich mich entschieden, weil ich gerne Kontakt mit Menschen habe und ihnen helfen möchte“, erzählt Leoni Meinhardt. Pia Heimann ergänzt, „Ich komme aus Liesborn und wollte gerne in Bielefeld studieren. Die neue Medizinische Fakultät OWL mit dem Modellstudiengang war mein Erstwunsch!“ Eren Gün und Lennart Mannes kommen aus OWL und sind froh in ihrer Heimatregion für ihren Traumberuf studieren zu können. 

„Ihnen steht die Welt offen. Wir würden uns aber sehr freuen, wenn Sie auch nach Ihrem Studium bei uns in der Region bleiben. Den Kreis Herford kann ich dabei besonders empfehlen“, so Markus Altenhöner in Richtung der Studierenden mit einem Augenzwinkern. „Ich selbst war in meinem beruflichen Leben bereits in Düsseldorf, Hamburg, Münster und Kapstadt tätig. Vor einiger Zeit bin ich wieder in die Heimat zurückgekehrt und bin hier sehr glücklich. Viele Vorzüge unserer Region lernt man besonders dann schätzen, wenn man eine Familie gründen will und schon Anderes gesehen hat."

Wie wichtig eine gute abgestimmte Versorgung – nicht nur im Notfall – ist, das hat Heiner Hofmann betont. Er ist Geschäftsführer der ASB DRK JUH Rettungsdienst Bielefeld gGmbH und ist nicht nur mit der Rettungskette vertraut, sondern auch mit Herausforderungen in der medizinischen Versorgung: Vermeidbaren, aber teuren Rettungseinsätzen, Über-, Unter- und Fehlversorgung. Austausch, Netzwerk und Zusammenarbeit der verschiedenen Berufsgruppen in der Gesundheitsversorgung sind Motivation der Rettungsdienstgesellschaft ein Stipendium für Medizinstudierende zu stiften. 

Die Stipendiat:innen bedankten sich ausdrücklich bei den Förderern für die Unterstützung. Die finanzielle Förderung verschaffe vor allem Freiräume und Möglichkeiten zum Lernen, Austauschen und Erfahrungen zu sammeln, die sonst nicht möglich wären. Das sei ein großer Gewinn für ihre Ausbildung. Motivation für das Medizinstudium, Patientenkontakte im Studium und erste Praxiserfahrungen in Lehrpraxen in Ostwestfalen-Lippe, das waren einige der Themen, zu denen sich die Teilnehmenden engagiert austauschten. 

Sowohl über engagierte Medizinstudierende als auch über das Engagement der ganzen Region OWL für die medizinische Ausbildung freut sich Dr. Charlotte Sahin, MED OWL: „Das Stipendienpaket sowie Mobilitäts- und Ausbildungsförderung von MED OWL setzen ein starkes Signal für die medizinische Ausbildung und eine zukunftssichere Gesundheitsversorgung in OWL.“ Drei Stipendien werden dazu direkt aus Mitteln des Fördervereins gestiftet. Fünf Stipendien finanziert die Stiftung Zukunft im Wittekindskreis Herford, zwei Stipendien stiftet der Kreis Lippe und ein Stipendium stiftet die ASB DRK JUH Rettungsdienst Bielefeld gGmbH. Die ASB DRK JUH Rettungsdienst Bielefeld gGmbH, der Kreis Herford und der Kreis Lippe sind Mitglieder von MED OWL und engagieren sich mit weiteren Kreisen und Kliniken der Region OWL langfristig für die medizinische Ausbildung in OWL.

MED OWL vergibt die Stipendien für Medizinstudierende in Kooperation mit der Stiftung Studienfonds OWL. Im Studienjahr 2023/2024 unterstützt der Förderverein elf talentierte und engagierte Studierende mit Stipendien, für die der Verein jeweils jährlich 1800 Euro spendet. Im Deutschlandstipendienprogramm wird jeder Euro durch den Bund verdoppelt, sodass jeder Studierende jährlich von 3.600 Euro profitiert. Neben der finanziellen Förderung erhalten Medizinstudierende umfangreiche ideelle Unterstützung: Auch die Überwindung von Hürden im Lebenslauf werden berücksichtigt und die Stipendiatinnen und Stipendiaten erhalten Zugang zu einem umfassenden ideellen Förderprogramm. Dazu gehören Workshops, Unternehmensbesichtigungen, Kaminabende, kulturelle Events und vieles mehr. Außerdem vergibt die Stiftung Studienfonds OWL Sozialstipendien aufgrund einer besonderen finanziellen Bedürftigkeit. 

Warum tut MED OWL das? Der Verein erhält wertvolle Impulse der Studierenden, motiviert sie mit dem Stipendium zu weiteren Spitzenleistungen und möchte gleichzeitig potenzielle Fachkräfte des Gesundheitswesens für die Region begeistern. MED OWL knüpft wichtige Kontakte zu den Hochschulen und anderen Förderern aus OWL und stärkt durch sein gesellschaftliches Engagement für Bildung die ganze Region.

Gemeinsam mit über 200 weiteren Förderern aus der Region ist er dabei Teil eines großen Netzwerkes, das insgesamt über 500 Studierende an den fünf regionalen Hochschulen unterstützt – der Universität Bielefeld, der Universität Paderborn, der Hochschule Bielefeld, der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe sowie der Hochschule für Musik Detmold. Der Studienfonds OWL unterstützt in diesem Förderjahr Studierende mit über 1,7 Millionen Euro. MED OWL fördert mit den Stipendien Medizinstudierende der Universität Bielefeld.