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Activity Day: Medizinstudierende tauchen mit Workshops in die Praxis ein

Medizinstudierende haben einen Vormittag lang in Workshops ihr Wissen in der Praxis getestet. Auf dem Programm standen Robotik, Ultraschall, die Abläufe bei einem Notfall und im Herzkatheter-Labor. Der Activity-Day am Klinikum Gütersloh gibt Medizinstudierenden Einblick in moderne Medizin und fördert Nachwuchskräfte.
 

Wie arbeitet ein Schockraum-Team unter Zeitdruck zusammen? Was ist zu tun, wenn ein Herzinfarkt eingeliefert wird? Was sehe ich beim Ultraschall? All das konnten Medizinstudierende aus Münster und Bielefeld am Wochenende selbst testen. Das Klinikum Gütersloh, die Wirtschaftsförderung des Kreis Gütersloh (ProWi GT) und MED OWL haben schon zum dritten Mal zum Activity-Day eingeladen, um Medizinstudierenden möglichst früh die Möglichkeiten zu geben, selbst Hand anzulegen. Rund 30 Studierende der Medizinischen Fakultät OWL und der Medizinischen Fakultät der Uni Münster sind nach Gütersloh gekommen, um sich am Da Vinci Roboter, im Herzkatheter-Labor und im Zentrum für Notfallmedizin auszuprobieren. Unter Anleitung erfahrener Chefärzte und Oberärzte durften die Studierenden sich selbst an die Geräte setzen, Fragen stellen, Fehler machen und so mehr Sicherheit gewinnen.

Zu den Höhepunkten gehörte erneut das Training am Operationsroboter Da Vinci. An der Konsole konnten die Studierenden selbst die Präzision roboterassistierter Chirurgie erleben und ein Gefühl für die Steuerung der Instrumente entwickeln. Beim Schockraumtraining im Zentrum für Akut- und Notfallmedizin stand die Team-Dynamik im Vordergrund. Wer macht die Ansagen, wer sorgt dafür, dass alle in die richtige Richtung laufen und jeder Handgriff sitzt? Im Herzkatheter-Labor bekamen die Studierenden Einblick in das Innere des Herzens und konnten am Bildschirm verfolgen, wie mit millimetergroßen Kathetern das Herz untersucht und behandelt wird. 

Im Ultraschall-Workshop konnten die Studierenden selbst testen, wie sie den Schallkopf halten und bewegen müssen, um Organe optimal auf dem Bildschirm sichtbar zu machen.

„Die Idee ist: Raus aus dem Hörsaal, rein in den Klinikalltag. Unser Ziel ist es, Studierenden schon früh die Vielfalt der Medizin und die Arbeit in einem modernen Krankenhaus näherzubringen“, sagt Dr. med. Philipp Bula, Ärztlicher Direktor des Klinikums Gütersloh und Chefarzt der Unfallchirurgie. „Das schafft Einblicke und Erfahrungen, die eine Vorlesung nicht vermittelt.“

Neben fachlichen Eindrücken bot der Activity Day auch Raum für Gespräche über Karrierewege, Weiterbildungsmöglichkeiten und das Arbeiten im Klinikum Gütersloh. So konnten die Studierenden nicht nur praktische Erfahrungen sammeln, sondern auch wertvolle Kontakte für ihren weiteren Berufsweg knüpfen. Andreas Tyzak, kaufmännischer Direktor am Klinikum Gütersloh: „Wir möchten Studierenden zeigen, wie spannend die Praxis im Krankenhaus ist und sie für die Region begeistern. Ich glaube, das ist uns gelungen.“

 

Quelle: Pressemeldung des Klinikum Gütersloh. Text: Ann-Katrin Johannsmann